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Samstag, 29.11.2025 * 15 Uhr

Kneipe

Information / Diskussion

Möglichkeiten und Grenzen sozialistischer Kommunalpolitik

Das Fallbeispiel Liverpool und unsere aktuelle Situation

Die Vorgehensweise der von der Militant-Gruppe geführten Labour-Mehrheit im Stadtrat von Liverpool in den Jahren 1983 bis 1987 ist in der Geschichte sozialistischer Kommunalpolitik sicher ein bemerkenswerter und ungewöhnlicher einzigartiger Fall:
»Better to break the law than to break the poor« (sinngemäß auf Deutsch heute eher: »Besser das Gesetz brechen, als den Armen das Rückgrat«) war das von der parlamentarischen Mehrheit im Stadtrat Liverpools öffentlich verkündete und praktizierte Motto. Haushaltsdefiziten wurden nicht durch Ausgabenkürzungen begegnet, sondern unausgeglichene - »illegale« - Haushalte beschlossen, die die Schaffung von Arbeitsplätzen, Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohn für städtische Beschäftigte, Wohnungs- und Sportstadien-Bau-Programme vorsahen. Für diese Politik mobilisierte der sozialistische Labour-Stadtrat, der keineswegs nur aus Anhängerinnen und Anhängern von Militant bestand, die Bevölkerung in Massendemonstrationen und Streiks - und konnte von der Thatcher-Regierung vorübergehend Zugeständnisse erzwingen.

Die Reaktionen der rechten Regierung unter Thatcher und der Parteiführung waren schließlich staatliche Strafen für die Abgeordneten und Ausschlüsse aus der sozialdemokratischen Labour Party.

Die damaligen und auch heute wieder aktuellen Fragen

  • Wie funktioniert sozialistische Kommunalpolitik vor dem Hintergrund knapper Kassen?
  • Sind neue soziale Leistungen und Errungenschaften trotz dem Reglement von Bund und Land beschließbar?
  • Was passiert, wenn Haushalte von übergeordneten Ebenen nicht genehmigt werden?
  • Ist ein ausgeglichener Haushalt ein politisches Ziel?
sowie entsprechende lokale Strategien stehen im Mittelpunkt dieser spannenden historisch-aktuellen Veranstaltung.

Programm:

15 Uhr - Begrüßung

15:15 Uhr – Liverpool - Mutmachendes Beispiel für die Einen…. Abschreckendes Exempel für die Anderen…
Dr. Florian Weis (Rosa-Luxemburg-Stiftung, Historiker englische und deutscheArbeiterbewegung, Koordinator des Gesprächskreises »Antisemitismus/ jüdisch-linke Geschichte und Gegenwart« Jüdische Arbeiterbewegung
Sascha Staničić , Bundessprecher Sozialistische Organisation Solidarität (Sol)Schwesterorganisation der Militant-Gruppe England/Wales/ heute Socialist Party), Mitglied Partei Die Linke

16 Uhr - Liverpool- Direkt!
Bericht des damaligen Labour-Abgeordneten Harry Smith über die »Liverpool- Rebellion« in Liverpool, anschließend Diskussion

17:30 Uhr – Streitgespräch und Diskussion: »Möglichkeiten und Grenzen sozialistischer Kommunalpolitik«
Dominique Pauli, Fraktionsvorsitzende, Die Linke, Frankfurt
Jasper Proske, Stadtrat a. D., Die Linke Mainz
Tanja Bauder-Wöhr, Fraktionsvorsitzende Marburger Linke, DKP
 Moderation: Oberbürgermeister a.D. Peter Feldmann

19:30 Uhr  –  Ende der Veranstaltung, abschließend kurzes Get together mit Imbiss.

Veranstalter: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Zuletzt bearbeitet am: 23.10.25

Sonntag, 30.11.2025 * 19 Uhr

Kneipe

Antifaschistische Filmreihe

"Paragraph 175"

Etwa 100.000 Homosexuelle sind während der NS-Herrschaft in Deutschland inhaftiert und gefoltert worden. Zu Tausenden wurden Schwule und Lesben in deutschen Konzentrationslagern ermordet.
Zeitzeugen der Gräueltaten des Nazi-Regimes stellen sich vor der Kamera ihrem Schmerz. Oft bitter, aber auch mit Ironie und Humor erzählen sie ihre Lebensgeschichten, die von Nichtanerkennung, Ausschließung und dem unbedingten Willen zu überleben bestimmt sind. Der Film gibt so Einblick in die Lebenswege von schwulen Männern im Dritten Reich – und dies ohne dokumentarische Bilder aus Konzentrationslagern. Es ist die Vorstellungskraft des Zuschauers, die das Grauen noch intensiver macht.

Mit Einleitung und anschließendem Filmgespräch

USA 1999, R.: Rob Epstein und Jeffrey Friedmann, 75 Min., FSK 16

Der Eintritt ist frei. 

Zuletzt bearbeitet am: 23.10.25

Montag, 01.12.2025 * 13:26

Etage (noch) unklar

Zuletzt bearbeitet am: 21.11.25

Montag, 01.12.2025 * 19 Uhr

Kneipe

Göpferts Gäste

Medizin für alle Menschen

Die Geschichte des Frankfurter Gesundheitsamts: Leiter Peter Tinnemann und Medizin-Soziologin Gine Elsner präsentieren ihr neues Buch

Im Jahr 1917, vor mehr als einem Jahrhundert, wurde das Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt gegründet. In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es dank seiner Ärztinnen und Ärzte große Fortschritte bei der Sozialhygiene, der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung und insbesondere armer Menschen. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten war es damit vorbei: Das Gesundheitsamt beteiligte sich mit seiner „Abteilung Erb- und Rassepflege“ an Verbrechen der Euthanasie. Auch nach dem Ende der Nazi-Zeit blieben belastete Mediziner im Amt tätig

All das arbeiten der Leiter des Stadtgesundheitssamts, Dr. Peter Tinnemann, und die Medizin-Soziologin Prof. Dr. Gine Elsner in ihrem Buch über die Geschichte der Behörde auf: Bevölkerungsmedizin und öffentliche Gesundheit.

Im Gespräch mit dem Autor Claus-Jürgen Göpfert gehen sie aber auch auf die Frage ein, welche dringenden Aufgaben die städtische Gesundheitsvorsorge heute hat, in einer Zeit weltumspannender Pandemien. 

Gine Elsner und Peter Tinnemann: Bevölkerungsmedizin & Öffentliche Gesundheit. Geschichte des Gesundheitsamts Frankfurt am Main, VSA-Verlag 2025, 256 Seiten, 24,80 Euro, ISBN 978-3-96488-241-7 


Kooperation mit: Rosa-Luxemburg-Stiftung Hessen

Zuletzt bearbeitet am: 21.11.25

Dienstag, 02.12.2025 * 19 Uhr

2. Stock

Frauen-Diskussionsabend (Ladies only)

Prävention und strafrechtliche Verfolgung von häuslicher und sexualisierter Gewalt an Frauen in Deutschland im Vergleich mit dem Umgang damit in anderen europäischen Ländern.

Alle Jahre wieder sind wir alle erschrocken über die hohen Zahlen der angezeigten Fälle von häuslicher und sexualisierter Gewalt an Frauen in unserem Land. Wird genug dagegen getan und könnten wir im Umgang damit von anderen europäischen Ländern lernen?

Veranstalterin: Frauen-AG

Zuletzt bearbeitet am: 25.11.25

Dienstag, 02.12.2025 * 20 Uhr

Kneipe - geöffnet ab 18 Uhr

TITANIC

Die endgültige Satirelesung mit Markus Riexinger feat. Vincent Sauer

♪♫♫ Heute, Kinder, wi-hird’s wa-has geben! ♫♪♫ Nach der gestrigen Weihnachtsfeier bringen die Bockenheimer Satirewichtel nicht nur Unmengen Restalkohol mit in den Club, sondern auch den Berliner Bühnenautor Markus Riexinger (nüchtern) fürs Mitmach-Krippenspiel. Achtung! Die Rollen für Ochs und Esel sind redaktionsintern leider schon vergeben.

Mit Gabentisch und zwei Meter gratis Geschenkpapier für jeden Gast.

Mit Laura Brinkmann, Torsten Gaitzsch, Sebastian Maschuw, Leo Riegel, Daniel Sibbe und Stargast Markus Riexinger feat. Vincent Sauer

Eintritt Abendkasse: 10 € // Ermäßigt: 7 € // Mit Kulturpass Frankfurt: 1 € (nur an der Abendkasse erhältlich)

Kartenvorverkauf (zzgl. VVK-Gebühr) über rausgegangen.de (empfohlen)
Oder direkt hier: 


Zuletzt bearbeitet am: 25.11.25

Samstag, 13.12.2025 * 18 Uhr

2. Stock

Philosophiegruppe Sokrates

Einladung zu einer Diskussion über Scham

„Die Scham wurde für mich zu einer Seinsweise. Fast bemerkte ich sie gar nicht mehr, sie war Teil meines Körpers geworden.“

„Die Scham ist nichts als Wiederholung und Akkumulation.“

„Die Scham ist die letzte Wahrheit.“

Aus der Erzählung Die Scham (Frankfurt 2020) von Annie Ernaux, Literaturnobelpreisträgerin von 2022

Als Grundlage unserer Diskussion über das fundamentale Phänomen der Scham, es findet sich in allen bekannten Gesellschaften, dient uns der Aufsatz "Soziologie der Scham" von Sighart Neckel.

Der Aufsatz findet sich nicht im Netz, Alfred Binder versendet ihn auf Anfrage.

Kontakt: binderalfred@gmx.de

Unkostenbeitrag: 2 Euro

Zuletzt bearbeitet am: 13.11.25

Sonntag, 14.12.2025 * 19 Uhr

Kneipe

Wirtshaussingen

Gemeinsam wollen wir singen – Volks-, Freiheits-, Arbeiterlieder und auch ein paar "garstige Weihnachtslieder". Das klingt unpolitisch, ist es aber nicht. Die Liedauswahl passt zum Club Voltaire. Wer gerne in geselliger Runde singt, ist herzlich eingeladen zu kommen! Für Texte und musikalische Begleitung ist gesorgt.


Hinweis: Die Küche hat an diesem Abend geschlossen.

Zuletzt bearbeitet am: 27.11.25