Der Kanal ...
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Kleine Hochstraße 5
Öffnungszeiten:
18:00 bis 24:00 Uhr (Mo - Do) bzw. 01:00 Uhr (Fr + Sa)
Sonntags geschlossen (außer bei Veranstaltungen)
kneipe@club-voltaire.de
Bürozeiten:
Täglich außer Mittwoch 10 bis 13 Uhr
Kontakt:
(069) 29 24 08
clubvoltaire@t-online.de
Demnächst im Club:
Mo, 19.01., 19 Uhr
Göpferts Gäste
Die harte Arbeit der Kuriere
Wie Fahrrad-Boten um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kämpfen
Do, 29.01., 19 Uhr
Information / Diskussion
Hebels aktuelle Stunde
Ein Rückblick auf die Politik der jüngsten Zeit
Di, 03.02., 20 Uhr
Frauen-Diskussionsabend (Ladies only)
Wann ist ein Mann ein Mann?
Männliche Identität auf der Kippe
Do, 05.02., 19 Uhr
Lauschen & Staunen
Wilhelm Busch - Der verkannte Maler und seine Frankfurter Zeit
Vortrag und Lesung von und mit Ursula Zierlinger und Hans-Jürgen Lenhart
So, 22.02., 11 Uhr
VVN-BdA Antifa Erzählcafé
Erzählcafé: Lesung mit Mario Gesiarz. Eine Familie im Widerstand - ein kleines Stück davon …
Im Naturfreundehaus am Poloplatz 15, 60528 Frankfurt am Main
So, 22.02., 19 Uhr
Antifaschistische Filmreihe
Napola - Elite für den Führer
BRD, 2004, R: Dennis Gansel, 110 Min., Spielfilm, Deutsch, FSK 12
Mo, 23.02., 19 Uhr
Göpferts Gäste
Der Kampf gegen Trump
US-Aktivisten der Bewegung „No Kings“ in Deutschland berichten. Mit Live-Musik der US-Bürgerrechtsbewegung
Do, 26.02., 19 Uhr
Information / Diskussion
Klassengesellschaft akut. Warum Lohnarbeit spaltet – und wie es anders gehen kann
Nicole Mayer-Ahuja im Gespräch mit Michael Erhardt
Sa, 28.02., 20 Uhr
Musik im Club
Von Chicago in die deutschen Südstaaten – Konzert mit der Nobby Stiles Bluesband
Der Club Voltaire feiert Geburtstag
60 Jahre linke Politik und Kultur mitten in FrankfurtDie Alte Oper war noch eine Kriegsruine, als im Sommer 1962 unweit davon ein politischer Verein gegründet wurde. Und zwar einer, der sich als dezidiert links verstand – für die damalige Zeit eine Provokation. Seither sind 60 Jahre vergangen, und der Club Voltaire, wie er sich bei seiner Gründung nannte, besteht immer noch. In Deutschland dürfte es nur wenige Clubs mit ähnlicher Ausdauer geben, in Frankfurt ist es wohl einmalig. Dieses Jubiläum wird gefeiert. Mit einem – trotz Pandemie – interessanten Programm und einem Fest im Spätsommer will der Club Voltaire an die bisherige Arbeit erinnern und in die Zukunft blicken.
Wer alte Fotos, etwa vom Auftritt Rudi Dutschkes 1968, im Club Voltaire ansieht, wird sich wundern: Der Kneipenraum hat sich nicht wesentlich verändert. Das bedeutet allerdings nicht, dass der Verein aus der Zeit gefallen wäre. Ein Blick ins aktuelle Veranstaltungsprogramm zeigt, dass die brennenden Themen der Gegenwart im Mittelpunkt stehen: Kriegsgefahr, Klimakatastrophe, Gesundheitspolitik, Inflation und anderes sind Gegenstand von Vorträgen und Diskussionen. Auch der traditionelle „Clubjazz“ steht wieder auf dem Programm, nachdem er zwei Jahre lang coronabedingt nicht möglich war.
Die Pandemie bedeutet für den Club Voltaire – wie für alle Clubs – eine schwere Belastung. Monatelang war das Haus ganz geschlossen, in der restlichen Zeit war und ist die Zahl der Gäste eingeschränkt. Die Alternative in der Not, Video- und Hybridveranstaltungen (Publikum plus Internet) ist mit erheblichen finanziellen und personellen Mehrbelastungen verbunden. Für eine vorwiegend ehrenamtlich organisierte Einrichtung ist das nur schwer zu bewältigen. Ohne die zahlreichen Spenden und die Förderung durch die Stadt hätte der Club Voltaire sein sechstes Jahrzehnt nicht erreichen können.
Der Club Voltaire schwelgt zwar nicht in Nostalgie, aber in einem ist er sich treu geblieben: Er kämpft für Meinungsfreiheit und Aufklärung, gegen Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus und Verschwörungsphantasien. Getreu des Mottos, das seinem Namensgeber zugeschrieben wird: „Ich bin zwar nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber in werde bis zum äußersten kämpfen, dass sie es sagen dürfen.“ Mit dieser Haltung sieht er sich immer wieder – bis heute – Anfeindungen von politischen Gegnern ausgesetzt.
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