Der Kanal ...

Wir veröffentlichen Aufzeichnungen unserer Veranstaltungen:
YouTube-Kanal des Clubs Voltaire » Zur Übersicht bitte hier entlang!

Wer mag, kann gerne einen Kommentar oder einen "Daumen nach oben" hinterlassen. Und über Abonnent:innen des Kanals freuen wir uns natürlich auch.

60313 Frankfurt am Main
Kleine Hochstraße 5

Öffnungszeiten:
18:00 bis 24:00 Uhr (Mo - Do) bzw. 01:00 Uhr (Fr + Sa)
Sonntags geschlossen (außer bei Veranstaltungen)
kneipe@club-voltaire.de

Bürozeiten:
Mo., Fr. 10 bis 13 Uhr
Di., Mi., Do. 16 bis 18 Uhr

Kontakt:
(069) 29 24 08
clubvoltaire@t-online.de

Der Club in den Sozialen Medien:

Impressum

Datenschutzerklärung

Veranstaltungs-Archiv:

12.12.21 11:00

Kneipe

Matinee

Porsche und Rolex – und dann Hartz IV

Ist die kriminelle Macht der Clans zu brechen?

Immer mal wieder schreckt die Meldung über eine Großrazzia im Milieu der sogenannten Clankriminalität die Öffentlichkeit auf. Was jedoch am Ende herauskommt, geht selten über Alltagskriminalität hinaus. Fälle wie der Raub der riesigen Goldmünze Big Maple Leaf aus dem Berliner Bode-Museum im reinen Goldwert von über 3 Millionen Euro sind da eher eine Besonderheit. Mitunter findet sich auch eine Sammlung von Rolex-Uhren und ein Porsche-Schlüssel in der Wohnung eines Hartz IV-Empfängers.

Fest steht, dass es in Berlin, Bremen und etlichen Großstädten Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens ethnisch abgeschottete arabisch-sprachige Familienclans gibt, welche sich durch besondere kriminelle Energie einiger ihrer Mitglieder auszeichnen. Drogenhandel, Schutzgelderpressung, illegales Glücksspiel, Betrug mit Sozialleistungen oder Steuer- und Zolldelikte sind besondere Felder dieser Deliktswelt. Die Clanmitglieder sind meist durch verwandtschaftliche Beziehungen verbunden, kultivieren eine spezielle Werteordnung mit eigener Paralleljustiz und erschweren damit die Aufklärung. Drohung ist ein alltägliches Herrschaftsmittel, rechtsstaatliche Verfahren werden durch Einschüchterung von Zeugen behindert. Gewalt bis hin zur Androhung von Mord sorgt für ein Klima von Angst. Ein besonderes Problem ist die patriarchalische Struktur, welche für systematische Unterdrückung der Frauen sorgt. Die Jungen haben nur Großväter, Väter oder Brüder als Vorbilder. Andererseits führt der Familienname schnell zur Stigmatisierung in der übrigen Außenwelt.  Aussteigerprogramme haben wenig Aussicht auf Erfolg, verdeckte Ermittlungen sind kaum möglich.

Welche Dimension hat die sogenannte Clankriminalität in Deutschland? Wie sehr wird die Zivilgesellschaft durch sie bedroht? Was müsste sich ändern für eine erfolgreiche Bekämpfung dieser abgeschotteten Verbrechenswelt?

Dirk Peglow ist Erster Kriminalhauptkommissar mit Schwerpunkt Organisierte und Bandenkriminalität, ist Leiter des Kommissariats für Auswertung und Analyse beim Polizeipräsidium Frankfurt am Main, Lehrbeauftragter an der Hessischen Hochschule für Polizei und Verwaltung, Landesvorsitzender Hessen und Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK).

Moderation: Herbert Stelz
Veranstalter: Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V.
Eintritt 5€/ 1€ Euro

Die Veranstaltung findet nach der 2G-Regel statt.
Anmeldung: info@kunstgesellschaft.de

Die Teilnahme ist auch online möglich.
Einwahllink: https://vk.attac.de/b/han-rrl-p4a-ekv


Zuletzt bearbeitet am: 10.12.21