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22.10.20 19:00

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Ein Ökonom für den Frieden

Was hat uns der Friedenspreisträger zu sagen?

Der indische Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph Amartya Sen wird am 18. Oktober 2020 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. In der Begründung heißt es, dass er „sich als Vordenker seit Jahrzehnten mit Fragen der globalen Gerechtigkeit auseinandersetzt … Gesellschaftlichen Wohlstand nicht allein am Wirtschaftswachstum zu messen, sondern immer auch an den Entwicklungsmöglichkeiten gerade für die Schwächsten, gehört dabei zu seinen wichtigsten Forderungen.“

Worin unterscheidet sich das Werk des Ökonomen Amartya Sen von den in seiner Zunft vorherrschenden Theorien und Rezepten? Den sogenannten Wirtschaftsnobelpreis erhielt er 1998 u.a. für seine Kritik der Wohlfahrtökonomie, die die wohlfahrtsteigernden Effekte einer Umverteilung zugunsten der ärmeren Bevölkerungsschichten leugnet. Damit ist er grandios gescheitert, denn durchgesetzt hat sich in der Praxis eine Wirtschaftspolitik, die vor allem den oberen Einkommensschichten genutzt hat. Großen Einfluss aber hatte er in der Entwicklungspolitik: Ihm ist die Erkenntnis zu verdanken, dass eine Überwindung der extremen Armut im globalen Süden nur gelingen kann, wenn man den Fokus auf die Erweiterung der Fähigkeiten und sozialen Rechte der Menschen setzt. In der entwicklungspolitischen Praxis hat dies dazu geführt, dass sich viele Maßnahmen auf Verbesserungen im Bildungs- und Gesundheitswesen richteten.
Die Tatsache, dass sich in vielen armen Ländern Sozialindikatoren wie Kindersterblichkeit und Bildungsteilhabe in den letzten Jahrzehnten verbessert haben, ist auch sein Verdienst. Die Verleihung des Friedenspreises an einen Kämpfer für die Rechte der Armen ist ein hoffnungsvolles Zeichen in düsteren Zeiten. Wünschenswert wäre es, wenn dieser Geste Taten folgten: Dazu wäre es aber nötig, jene Kräfte namhaft zu machen, die Interesse am Fortbestehen von Ungleichheit und Ungerechtigkeit haben. Dies hat leider auch Amartya Sen zu selten getan.

Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Jörg Goldberg war viele Jahre als entwicklungspolitischer Berater und Gutachter vor allem in Afrika tätig. Ausgehend von seinen praktischen Erfahrungen wird er sich mit den Stärken und Schwächen der Position von Amartya Sen kritisch auseinandersetzen.

Eintritt frei

Die Veranstaltung kann auch im Internet über Konferenzsoftware mitverfolgt werden. Die Einwahldaten dazu werden hier, im Newsletter und auf Facebook in Kürze bekanntgegeben

Zuletzt bearbeitet am: 16.09.20