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Ein Leben für eine bessere Gesellschaft

Wir trauern um unseren Freund und Genossen

Heiner Halberstadt
17.05.1928 – 29.03.2021

Vor fast drei Jahren wurde im Club Voltaire Frankfurt Heiners 90. Geburtstag gefeiert. Dann wurde es stiller um ihn. Jetzt ist er friedlich eingeschlafen.
In den letzten Kriegstagen 1945 entzog sich Heiner in Dortmund, noch nicht 17-jährig, dem Kriegseinsatz und verbarg sich bei einer Tante in Husum. Nach dem Krieg kam er nach Frankfurt/M, absolvierte eine Lehre bei der Post und arbeitete beim städtischen Verein „Haus der offenen Tür“, dessen Geschäftsführer er wurde. Seine politische Arbeit begann er bei der „Sozialistischen Jugend Die Falken“ und in der SPD. Seine engagierte Beteiligung an der Ostermarschbewegung führte 1962 zu seinem Ausschluss aus der SPD und seiner Kündigung bei der Stadt Frankfurt, die ihn später wieder einstellte. Er wurde Mitglied im Gesamtpersonalrat der Stadtverwaltung und im Kreisvorstand der Gewerkschaft ÖTV.
Heiner war Mitgründer des Sozialistischen Büros und arbeitete in deren „Express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit“ mit, später engagierte er sich im „Komitee für Grundrechte und Demokratie“. Er trat wieder in die SPD ein und wurde Büroleiter von Oberbürgermeister Hauff. In den 90er Jahren suchte er die Zusammenarbeit mit der PDS, wurde erneut aus der SPD gedrängt und zog 2001 für die PDS in die Stadtverordnetenversammlung ein. Für die Partei „Die Linke“ saß er bis zuletzt im Ältestenrat und engagierte sich in der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sein politisches Vermächtnis ist der von ihm 1962 mitgegründete politisch-literarische Club Voltaire in Frankfurt/M, in dem er in den verschiedensten Funktionen wirkte und den er gemeinsam mit Else Gromball so entscheidend prägte, dass der Club Voltaire oft mit den beiden identifiziert wird.

Heiner stand wie kaum ein anderer für Gradlinigkeit und Engagement. Noch vor einiger Zeit erschien er zu den Sitzungen der Programmgruppe des Clubs Voltaire mit einem Bündel Vorschlägen für zukünftige Aktivitäten. Sein lebenslanges konsequentes Eintreten für einen demokratischen Sozialismus, für Frieden, Abrüstung und soziale Gerechtigkeit sowie gegen Kapitalismus, Krieg, Faschismus und alle Formen von Rassismus werden unvergessen bleiben.

Wir trauern um unseren Freund und Genossen Heiner Halberstadt.

Seine Ideen, seine Anregungen, sein Tatendrang, sein Humor, seine Anekdoten, sein Optimismus und seine Lebenserfahrungen werden uns fehlen.


Hier folgen in der Anzeige die Unterschriften


Leider kann gegenwärtig pandemiebedingt keine angemessene Trauerfeier stattfinden. Sobald es wieder möglich ist, wird der Club Voltaire zu einer Gedenkfeier für Heiner einladen.

Wer noch unterzeichnen möchte (nur Einzelpersonen) maile dies bitte bis Mittwoch, 14. April 2021, 18 Uhr an: Lotharreininger@web.de

Die Anzeige ist für Samstag, 17. April 2021 in den Frankfurter Zeitungen geplant. Zur Finanzierung der Anzeige bitten wir um einen Beitrag ab 20 € pro Person auf das Konto:
Lothar Reininger, Frankfurter Volksbank, IBAN: DE06 5019 0000 4302 1746 74, Verwendungszweck: Heiner/Club Voltaire.

Eventuell verbleibende Beträge gehen als Spende an den Club Voltaire.
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