Voltaire

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50 Jahre Club Voltaire

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Rückblick:„Die Stadt, die Politik, die Kultur und die Künste“

Lebhafter Streit um die Frankfurter Kulturpolitik – die Podiumsdiskussion am 17. November 2016 im Club Voltaire hatte ein breit umrissenes Thema. Und ein brisantes: Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann hatte Anfang 2014 „Thesen zur Kulturpolitik“ formuliert, die heftige Kritik auslösten und bis heute Thema sind. Nach der Kommunalwahl, der Bildung des neuen Magistrats und der Wahl von Ina Hartwig als Dezernentin für Kultur und Wissenschaft im Juli 2016 flammte die Diskussion erneut auf.

Dieter Kramer, Reiner Diederich und Matthias Altenburg (v. l.) bei der Fortsetzung der Diskussion um die Frankfurter Kulturpolitik.

Einer der heftigsten Kritiker an Feldmanns Thesen war und ist der Schriftsteller Matthias Altenburg (alias Jan Seghers). Er saß bei der Diskussion im Club Voltaire am 17. November mit auf dem Podium. Sein Kontrahent war Dieter Kramer, Kulturwissenschaftler, der u. a. bis 1990 für den Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann gearbeitet hatte. Reiner Diederich, Vorsitzender der KunstGesellschaft, moderierte.
Entsprechend dem Temperament der Diskutanten und der teils kontroversen Standpunkte gab es eine lebhafte Diskussion. Es ging um Themen wie: Welche Aufgaben kann kommunale Kulturpolitik erfüllen, worum soll sie sich kümmern und worum nicht, welche Rolle spielen wirtschaftliche Interessen in der Kulturpolitik und bei den Künsten, werden Kultur und Kunst von der Politik für ihre Zwecke ausgenutzt, wo liegt der Unterschied zwischen Kultur und Kunst bzw. Künsten? Zugespitzt formulierte Dieter Kramer, dass Kulturpolitik u. a. ein anregungsreiches kulturelles Milieu für alle zu fördern habe. Und zwar aktiv und gestaltend. Matthias Altenburg setzte dagegen, dass – ebenfalls zugespitzt – der Staat die Künste fördern und sich ansonsten heraushalten solle.
Einen Konsens gab es erwartungsgemäß nicht, aber es bestand Einigkeit darüber, dass es nach der Wahl positive Ankündigungen gab: zum Beispiel mehr Geld für die freie Kulturszene und freien Eintritt für Jugendliche in die städtischen Museen. Die Zuhörer und Mitdiskutanten konnten viel Nachdenkenswertes mitnehmen.

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