Voltaire

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Demnächst im Club:

Sam, 13.02., 21 Uhr

Rap-Abend

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Fre, 19.02., 20 Uhr

Improvisationsabend #88

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Erklärung des Club Voltaire zu den Ereignissen um den 09.10.

"Je ne suis pas dáccord avec ce que vous dites, mais je me battrai jusquáu bout pourque vous ayez le droit de le dire..."

Dieses Zitat, das Voltaire zugeschrieben wird – ist das Credo des Club Voltaire in Frankfurt:

"Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich werde mich mit aller Konsequenz dafür einsetzen, dass Sie es sagen dürfen..."

Dieser Leitsatz hat bisher – immerhin seit 1962 – unser Programm und unser Handeln bestimmt. Auch durch die Veranstaltung am 09.10., organisiert von der „Arbeiterfotografie Köln“ mit der Gruppe „Bandbreite“ und ihrem Referenten Elias Davidsson wurde diese Linie nicht verlassen.
Wir sehen uns im Voltaire´schen Sinne der Aufklärung verpflichtet und schreiben Gruppen, die bei uns auftreten, nicht jede einzelne Aussage vor. Kompromisslos sind wir allerdings, wenn es um Neonazismus in all seinen Ausformungen, faschistisches Gedankengut, Rassismus oder Sexismus geht.

Wir betonen dies deshalb so nachdrücklich, weil es um diese Veranstaltung herum enorm viel Aufregung  gab, den Rücktritt unseres Vorsitzenden Andreas Waibel,  Protest bis hin zur Aufforderung, diese Veranstaltung abzusagen. Als wir dieser Aufforderung nach gründlicher Prüfung der Argumente nicht folgten, gab es  schließlich gar einen Aufruf, diese Veranstaltung „friedlich“ zu blockieren. Der Aufruf war unterschrieben von „Faites votre jeu“, Andreas Trottnow (Mitglied des KV Ffm „die Linke“), antifa Kreis Offenbach, autonome.antifa, Frankfurt, Autonomes FrauenLesben-Referat der Uni Ffm, campusAntifa, Ffm, Free Class Ffm, Initiative Studierender am IG Farben Campus, Institut für vergleichende Irrelevanz, Jugendantifa Ffm, Krisengruppe Ffm, ladyfest Ffm, Projektgruppe Nationalismuskritik, Redaktion „Faschismus 2.0“, sinistra antagonistische assoziation, Unlike (die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

Gut, die Blockade fand statt – nicht ganz friedlich, sondern mit einigen brutalen Rempeleien – aber die Veranstaltung fand auch statt und wurde friedlich zu Ende geführt. Wir feiern das nicht als Heldentat, wir triumphieren auch  nicht , aber wir möchten doch noch einmal ein paar Dinge klarstellen:

1. Wir lassen uns nicht erpressen! Wir sind  sowohl in unserer Programmgruppe als auch in unserem Vorstand ein in der Regel solidarisches Gremium, das seine Entscheidungen gemeinsam trifft. Wir haben auch die Entscheidung für diese Veranstaltung schon sehr früh in diesem Jahr – nämlich im März – gemeinsam getroffen.  Wir sagten damals der „Arbeiterfotografie Köln“ zu, das sie im Rahmen ihres Bundestreffens bei uns einen Abend gestalten könne, deren inhaltliche Vorbereitung die Arbeiterfotografie Köln allein übernahm.  Als sich schließlich Vorwürfe und Warnungen häuften, wurden die Einwände, die gegen die „Bandbreite“, die Arbeiterfotografie und Elias Davidsson vorgetragen wurden,  von uns geprüft und ergaben keinen Anhaltspunkt für eine Absage. Dies ist nicht gleichbedeutend mit Übereinstimmung in Aussage und Form. Was allerdings von den Gegnern der Veranstaltung – aus welchen Gruppierungen auch immer – über die Akteure des Abends schon im Vorfeld verbreitet wurde, grenzte an Verleumdung und war teilweise so aus dem Zusammenhang gerissen und gewollt falsch zitiert, kopiert, recherchiert, dass sich für uns trotz einer regelrechten Materialschlacht kein neues Bild ergab und sich  eher die Frage nach den Motiven dieser Kampagne aufdrängte.
Der Ablauf des Abends hat uns  recht gegeben:
- es wurde vom Podium aus nichts geäußert, was mit unserer Maxime (s.o.) nicht vereinbar gewesen wäre!

2. Wir halten nicht alle, die vor unserer Tür die Veranstaltung blockierten, anstatt drinnen mitzudiskutieren, für unsere „Gegner“. Im Gegenteil – es gibt mit einigen viele Gemeinsamkeiten, die wir in der Vergangenheit durch gemeinsame Veranstaltungen, Aktionen, Arbeitskreise etc. bewiesen haben und wir hoffen, dass dies auch  in Zukunft möglich sein wird. Aber lasst es uns doch dann lieber wieder so halten, dass Ihr zum Mittel der Diskussion und nicht der Diffamierung und der Blockade greift.

3. Die Auseinandersetzung hat uns gezeigt, dass es Diskussions- und Klärungsbedarf gibt.Wir werden uns in unserer zukünftigen Programmplanung in geeigneter Form inhaltlich darauf einstellen und hoffen auf konstruktive Streitgespräche. Wir gewährleisten auch weiterhin, dass der Club Voltaire für demokratische, offene und vielseitige Diskussionen der Frankfurter Linken zur Verfügung steht.

4. Angesichts der bestehenden und kommenden sozialen und politischen Probleme wäre es unserer Meinung nach angezeigt, dass die Kräfte, die sich als Linke verstehen, ihre Streitpunkte nicht wichtiger nehmen als ihre Gemeinsamkeiten, weil wir die wahren Verursacher von Ungerechtigkeit und Kriegen bekämpfen und  nicht aus dem Auge verlieren wollen!

Club Voltaire, Vorstand und Programmgruppe

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